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Samstag, 14. März 2020

Von A bis Z im Wochenbett - Teil 2

Nachdenken


Wer stillt kann reichlich nachdenken. In meinem Fall sind es achtmal am Tag 30 Minuten, die ich zum Nachdenken habe. Dabei lese ich Blogposts von für mich inspirierenden Frauen. Ich denke darüber nach, welche Ziele ich als nächstes in meinem Leben setzen will, wie ich mit meinen Kindern umgehen möchte und welche Werte und Gewohnheiten ich ihnen mitgeben will.

Ordnung schaffen

Ordnung ist das halbe Leben - nicht für uns. Wir versinken gerade
immer öfter im Chaos. Aber mir ist es einfach wichtiger Zeit mit meinen Kids als mit der Hausarbeit zu verbringen und wenn die 2 Rabauken doch mal gleichzeitig schlafen, dann schlafe ich am liebsten auch oder gehe duschen oder etwas essen. Auf jeden Fall fange ich nicht an aufzuräumen.

Pandemie

Auch an uns gehen die Coronamaßnahmen nicht vorbei. Die Große ist nun schon seit einer Woche nicht mehr in der Kita und wird auch so schnell nicht wieder dort hingehen. Hände waschen ist das neue Hobby geworden, wir verlassen das Haus fast nur noch zum Einkaufen und stehen plötzlich vor dem Problem, dass wir morgens um 9 Uhr um das letzte Klopapier kämpfen. Da stellt sich die Frage, was macht man mit einer 2-Jährigen und einem Baby, wenn man auf 60 m² eingesperrt ist und das über Wochen?

Quergelesen

Meine neue Beschäftigung nachts um 2 und morgens um 5 ist neben dem Stillen das Bibel lesen. Ich habe entdeckt, dass ich die Nachtstunden, damit ganz sinnvoll füllen kann. Es tut gut sich nachts einen Impuls für den nächsten Tag abzuholen und auf Gott zu vertrauen, statt durch die Nachrichten zu blättern und die nächste Schreckensbotschaft zu vernehmen.

Ruhephasen

 Je Minute Schlaf, die ich bekomme kann versuche ich auch zu nutzen. So mache ich jetzt regelmäßig ein Stündchen Mittagsschlaf. Aber auch wenn die Kleinen wach sind brauchen wir diese Zeiten, in denen wir zusammen im Bett oder auf der Decke kuscheln.

Spritzpartie

"Der muss einmal richtig durchgespült werden.", verkündete meine Hebamme diese Woche. Daher hieß es Wasser und Milch marsch und das Baby zum ersten Mal in die Wanne. Nach anfänglicher Skepsis stieß unser Vorhaben doch auf große Zustimmung und Mama, Papa und große Schwester wurden ordentlich nass gemacht.

Tragen

 In die Trage konnte die Große erst mit rund 2 Monaten. Vorher war sie zu leicht. Der Kleine hat jetzt schon das Privileg getragen zu werden und er liebt es. Da muss Mama auch schonmal 90 Minuten am späten Abend herhalten, wenn der Sohnemann nicht schlafen kann. Und so hüpfe ich schuckelnd durch die Wohnung und fühle mich wie im privaten Kangakurs.


Unterwegs

Mit zwei kleinen Kindern unterwegs zu sein, kann zum echten Abenteuer werden. Wir probieren uns diese Woche durch unsere Fahrzeugflotte. Da wäre zum einen die Kombination aus Buggy und Kinderwagen oder Trage, oder doch das Rollbrett, welches man an den Kinderwagen anschraubt, oder der Fahrradanhänger, indem umgebaut zu Kinderwagen gleich beide Kinder und die Einkäufe Platz haben.

Verantwortung

Mit jedem Kind was geboren wird wächst deine Verantwortung und gleichzeitig auch deine (Für)Sorge. Zwar kontrolliere ich inzwischen nicht mehr minütlich ob der Zwerg noch atmet, aber wenn er mal länger als 3 Stunden am Stück schläft, so wallt ihn mir doch ein wenig Unsicherheit auf und ich schaue dann doch mal nach dem Rechten.

Weiblichkeit

Im Moment bin ich ziemlich stolz darauf eine Frau zu sein. Ich bin stolz darauf 9 Monate ein Leben getragen zu haben. Ich bin stolz darauf zwei Kinder geboren zu haben, wenn auch auf ganz verschiedene Art. Ich bin stolz auf meinen Körper, dass er das alles geschafft hat und stolz auf meine Mamakurven und die Tigerstreifen an meinem Bauch. Ich freue mich einfach unglaublich darüber, dass ich stillen darf, dass ich das Privileg habe eine so enge Bindung zu meinem Sohn aufzubauen. Weiblichkeit bedeutet für mich Schönheit und zwar ganz unabhängig davon, wie du eigentlich aussiehst. 

XX und XY

Die beiden wachsen jeden Tag etwas mehr zusammen. Sie sind jetzt schon ein Herz und eine Seele. Während der Kleine immer aktiver wird, wird die Große immer neugieriger. Inzwischen teilen die beiden sich einen Wickeltisch und eine große Spieldecke auf dem Boden. Da ist sogar für den Papa noch Platz.


Zukunftsmusik

Pläne sind mein Leben und da mein Lebensplan vorsieht, dass als nächstes ein Haus gebaut werden soll, stürze ich mich zusammen mit meinem Mann gerade in dieses Abenteuer. Auf der Hausmesse haben wir uns fleißig inspirieren lassen und jetzt beginne ich wie wild Entwürfe zu zeichnen. Natürlich bin ich kein Architekt und auch kein Bauingenieur. Aber träumen vom perfekten Eigenheim kann man ja mal.

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