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Samstag, 18. August 2018

Was ich durch mein Baby gelernt habe

Es gibt Dinge, die bekommt man schon als kleines Kind von seinen Eltern gesagt: "Sitz still beim Essen", "Mach die Tür zu" oder "Spring nicht auf dem Sofa rum". Auf dem Sofa hüpfe ich schon lange nicht mehr, aber mit dem Türen schließen habe ich bis heute so meine Probleme. Der ein oder andere hat schon behauptet ich wäre im Zelt geboren. Was Erwachsene über Jahre nicht geschafft haben mir beizubringen, hat Schnucki letzte Woche mal eben mit erledigt. Seit sie krabbeln kann und in Windeseile durch jede offene Tür kommt, habe ich festgestellt, dass es durchaus sinnvoll ist Türen zu schließen. Und nicht nur das habe ich gelernt. Ich lasse den Müllbeutel nicht mehr im Flur stehen, sondern bringe ihn lieber direkt raus. Ich räume meine dreckige Wäsche in den Wäschekorb, anstatt sie davor zu werfen - auch so eine alte Macke von mir. Schließlich findet Schnucki alles, wirklich alles, interessant was sich in ihrer Reichweite befindet. 
Das Wichtigste, was sie mir beigebracht hat ist Gelassenheit. Ich bin eher ein geplanter Mensch mit einem Hang zum Perfektionismus. Durch Schnucki habe ich gelernt, dass es nicht so dramatisch ist, wenn die Wohnung chaotisch aussieht obwohl Gäste kommen oder wenn ich an einem Tag mal nicht alles To Do's schaffe. Sie fordert im Moment meine Aufmerksamkeit mehr denn je. Sie möchte mit mir spielen und nicht dabei zuschauen, wie ich putze oder Bürokram erledige. Und wenn sie im Bett ist, habe ich auch keine Lust weiter zu arbeiten. Also bleibt einfach Einiges liegen. Anstatt mich darüber zu ärgern, ist es mir jetzt immer häufiger einfach egal.

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